Archive for the ‘CD Reviews’ Category

Review: Dunkelschön – Zauberwort

Aug
16

Ich muss ehrlichgesagt zugeben, dass ich für dieses Review länger gebraucht habe als ich normalerweise für ein solches Review benötige. Das liegt nicht daran, dass mir diese CD nicht gefallen würde, sondern ganz im Gegenteil, diese CD ist derartig abwechslungsreich, dass es mir schwerfällt das in Worte zu fassen, was ich hier alles höre.

 

Die wandlungsfähige Stimme der Sängerin harmoniert prima mit den verschiedenen Instrumenten, die sowohl Sanft daherkommen, aber auch sehr Kantig und Hart klingen können. Ein Vergleich mit anderen Bands ist absolut nicht möglich, da sie ihren eigenen Stiel machen, aber es ist definitiv Hörenswer!

 

Lieder:

1. Zauberwort:

Dieses Lied beginnt zwar langsam und Getragen, baut sich aber auf zu einer Mächtigen Rock-Ballade mit verspielten Parts, aber auch teilweise sehr Melodisch/Rhythmisch.

 

2. Golden:

Schöne Rockballade, die durch die Geige und die anderen Saiteninstrumente sehr Düster herüberkommt.

 

3. Spielmann:

Ein schnelles Rockiges Stück in der die kantige Stimme der Sängerin sehr gut herüberkommt. In diesem Lied hört man die Wandlungsfähigkeit der Sängerin.

 

4. Flügelschlag:

Sehr leise und „dunkelschöne“ Balade.

 

5. Im Namen der Rose:

Eine Kräftige Balade.

 

6. Tri Martolod:

Dieses traditionelle bretonische Lied war bereits früher ein übelster Ohrwurm aber die Fassung von Dunkelschön übertrifft bis jetzt alles was ich bisher hörte!

 

7. Spielmann (lyrisch):

Die Lyrische Fassung des Spielmanns.

 

8. Mutter:

Eine sehr leise Ballade die von einer Männlichen Stimme gesungen wird und zum Ausruhen einläd.

 

9. La Nuit:

Ein Hartes aber Melodisches Instrumental

 

10. Es war:

Ein goldener Abschluss für die CD!

 

Extra:

Video – Zauberwort:

Gut gemachtes Video von einem Live Auftritt.

Video – Spielmann:

Leider etwas rauchig, aber trotzdem ein schönes Video.

Cover und Booklet:

Das CD-Cover ist eine Papp Hülle mit drei Seiten die man aufklappen kann. Innen steht dann ein Gedicht von Joseph von Eichendorff. Leider sind die Titel auf der Rückseite nicht Nummeriert, das macht das Hin und Herschalten etwas schwer.

Das Booklet ist eine echte Bereicherung für die CD. Nicht nur dass man alle Texte darin Findet, sie sind sogar übersetzt.

 

Fazit:

Ein SEHR gelungenes Werk! Das Anhören macht echt Spaß, und es ist nie langweilig. Durch die Abwechslungsreichen Lieder kann man die CD drei mal hören, bevor man merkt, dass sie die ganze zeit schon im Kreis läuft. Wer auf Mittelalterliche Klänge steht, für den ist diese CD ganz klar eine Überlegung wert!

 

Bestellt werden kann sie hier: AMAZON

 

 

 

 

 

 

 

CD Review: Alestorm – Back Through Time

Jul
5

Die Piraten segeln wieder, und sie sind stärker, besser und härter als je zuvor!
Wo das letzte Album „Black Sails At Midnight“ irgendwie versuchte, böse, hart  und ernst rüberzukommen und dabei die Leichtigkeit und Partystimmung des Debüts ein wenig vernachlässigte, schafft es „Back Through Time“, diese beiden Elemente perfekt zu verbinden: von den zehn Liedern der CD (es sind elf Tracks, siehe dazu unten) sind neun darauf ausgelegt, mitgegröhlt zu werden; die eine Hälfte sind Mitgröhl-Schunkler und die andere Mitgröhl-Mosher (bzw Headbanger, je nach persönlicher Vorliebe), aber jeder Song hat irgendwo eine Fiedel oder eine Flöte oder irgendein anderes dieser Instrumente, die Chris Bowes so gerne mit seinem Keyboard nachahmt, kombiniert mit harten Gitarren und verdammt gutem Drumming. Soweit ich das beurteilen kann.
Und soweit man das bei einer Band wie Alestorm überhaupt sollte.
Was zählt ist doch, dass man den Chorus JEDEN Songs (vom letzten abgesehen) beim ersten Hören mitgröhlen kann.Was zählt ist, dass Alestorm in einer Zeit, in der „ernste“ Texte voller Blutvergießen, Gewalt und immergleiche Gitarrenriffs und Kreischkehlen die eine Seite der Szene dominieren und auf der anderen Deathcorekiddies von langweiligem Breakdown zu langweiligem Breakdown VDen, während Folkbands sich in abgedroschener Klischeemucke und Flötengedudel ergehen, neun Hymnen kreieren, die an eine Zeit zurück erinnern, als wir mit einem Lächeln im Gesicht abrocken durften.

 

 

Die Quest, die sich die „Swashbuckler“ gesetzt haben, war es, die Wikinger zu zerstören („Back through time, to fight the viking foe“), und meiner Meinung nach haben sie dieses Ziel mehr als erreicht.Während bei vielen Pagan-Bands dieses „Das hab ich schonmal gehört“-Gefühl dadurch entsteht, dass alle irgendwie dasselbe Riff benutzen, klingen Alestorm deswegen so wunderbar anders und trotzdem vertraut, weil sie „nach sich selbst“ klingen; das Argument, ihnen würden die Ideen ausgehen, kontern sie geschickt mit dem Song „Scraping The Barrel“, der nebenbei die zweite große Ballade des Albums darstellt. „If you don’t like it, go start your own band“ heißt es da und „There are no more tales to be told“. Und ohne Ideen zehn Songs abzuliefern, auf einem Album, dass zu keinem Moment langweilig wird, das ist schon eine Leistung.
So, jetzt reden wir doch mal über diese Songs. Ein bisschen zumindest. Es gibt eine Art Fortsetzung von Nancy The Tavern Wench in der Form des „Sunk’n Norwegian“, der mit seiner Fiedel-Melodie, Bowes‘ Gesang und dem einfach nur zum Mitsingen, -schunkeln, und -saufen einladenden Chorus für mich nicht nur den Höhepunkt dieses Albums, sondern des ganzen Backkatalogs von Alestorm darstellt. „Back Through Time“, das schon erwähnte „Scraping The Barrel“ und „Barret’s Privateers“ (übrigens eine Cover eines A-Capella-Liedes, aus dem die vier Piraten ein geniales Shanty gebastelt haben) lehnen sich ebenfalls stark in die Schunkel-Ecke und erinnern eher an das erste Album, während „Shipwrecked“, „Buckfast Powersmash“, „Rum“ und „Midget Saw“ die Geschwindigkeit und Neckbreaker-Attitüde des Großteils der Songs vom zweiten Silberling anlehnt, wobei Midget Saw mit „Hey“-Part und Fiedel im Hintergrund einen interessanten Kontrast besitzt. Mitgegröhlt kann aber, wie ich nochmal ausdrücklich betonen möchte, bei jedem dieser Songs.
Lyrisch wird kein größeres Neuland betreten, es wird immer noch Ale getrunken, Foes bezwungen, Flags gehoistet, aber der Titeltrack und das schon mehrmals erwähnte Scraping The Barrel stechen hervor, der eine wegen der Wahl der Gegner (Wikinger), der andere wegen der auch schon erwähnten Attacken auf Kritiker der Band und all diejenigen, die Alestorm (spätestens nach diesem Album zu Unrecht!) als „Gimmickband“ abtun.
Was ebenfalls heraussticht, zumindest musikalisch, ist der letzte Track „Death Throes Of The Terrorsquid“, der, ähnlich wie „Leviathan“ vom letzten Album von der „klassischen“ Alestorm-Formel abweicht und auch, ähnlich seinem spirituellen Vorgänger, ein wenig langweilig wird, da er zu lang scheint und zu „langsam“, dann jedoch in der Mitte einen Blackmetal-Part vom feinsten auspackt, mit Doublebass-Begleitung und Kreischgesang. Der ganze Part erinnert, auch stimmlich, stark an Cradle Of Filth und hat den Song irgendwie… extrem episch werden lassen. Der Sänger in diesem Part ist ein „Ken Sorceron“, der sonst für „Abigail Williams“ arbeitet, die ich vorher nicht kannte, mir jetzt aber mal reinziehen werde.
Noch zu erwähnen ist der ominöse Track, den ich oben ausgelassen habe, „Rumpelkombo“ (Lyrics von Chris Boltendahl), ein sechs sekunden langer Skit, der sich darauf bezieht, dass der gute Herr Boltendahl Alestorm in einem Interview als „Rumpelkombo“ bezeichnete.
Und wenn sie mit Back Through Time irgendwas bewiesen haben, dann das eine Rumpelkombo zu sein nichts schlechtes ist, sondern etwas verdammt energetisches, dass einen packt, das sich ins Ohr setzt und das einen nicht mehr los lässt, bis das durch übermäßigen Rum-Konsum einsetzende Koma einen hinwegrafft.
Auf der Limited Edition finden sich als Bonustracks noch „I am a cider drinker“, ein Cover irgendeines fröhlichen Songs, den ich noch nie gehört hatte und auch nicht unbedingt hätte hören müssen und die Metal-Version des Songs „You Are A Pirate“ aus der Kindersendung Lazy Town. Wie gesagt, Alestorm haben einen eher kranken Humor.
So bleibt mir nur noch zu sagen „Your viking gods can’t save you now, when Pirates attack from the starboard bow!“ und mich zu verabschieden. Ich habe eine Verabredung mit einem Fass voll Ale.

 

Why is the rum always gone? …
– Cpt McCorax

 

 

CD-Review Faun – EDEN

Jun
8

Seit 4 Jahren brüten die Mädels und Jungs von Faun über ihrem neuen Album. „Eden“ war ihnen so wichtig, dass sie sich keinerlei Zeitdruck unterworfen haben. Schon 2008 spielten sie die ersten Titel Live, aber erst 2010 wurde das erste mal ein Studio gemietet und die erste Hälfte der CD aufgenommen. Im Winter von 2010 auf 2011 sind sie dann für mehrere Monate ins Studio gegangen und haben ihr neues werk fertig gestellt.

Am 24.06.2011 erscheint nun ihr „EDEN“ das wie gewohnt einen mystischen Hintergrund hat. Die Lieder erzählen von den Vorstellungen mehrerer Kulturen über den Garten Eden, wie er in der christlichen Religion verankert ist. Erstaunlicherweise findet sich in vielen Kulturen dieser sagenumwobene Platz, welcher als Ursprung und Ziel des Lebens gilt.

Mit keltischen Harfen, irischen und arabischen Lauten, schwedischer Schlüsselfiedel, Drehleier, Dudelsack, Flöte, Perkussion und mit zum Teil mehrstimmigen Gesangssätzen lassen Faun die alten Texte lebendig werden. Es erklingen norwegische Runengedichte, Ovids lateinische Fasti und Zaubersprüche aus dem mittelalterlichen Finnland. Gedichte von Oskar Wilde werden ebenso vertont wie eigene deutschsprachige Texte. Faun gewähren auf „Eden“ in den intensivsten Farben Einblick in eine zauberhafte Anderswelt.

 

TITEL:

1. LVPERCALIA

Imposante Perkussion, ein wahrlich gelungener Auftakt für eine CD!

2. ZEITGEIST

Nach dem Film ZEITGEIST gedichtet, und SEHR passend!

3. IDUNA

Lied bei dem man sofort mitgehen kann.

4. THE  BUTTERFLY

Leises instrumentales lied, welches sich perfekt mit dem nächsten verbindet und irgendwie schon fast als Intro zu sehen ist.

5. ADAM LAY YBOUNDEN

Gesungenes Lied auf englisch das perfekt durch THE BUTTERFLY eingeleitet wird.

6. HYMN TO PAN

Sehr entspannende Ballade über den berühmten PAN.

7. PEARL

Orientalisch anmutende Ballade.

8. OYNENG YAR

Beruhigende Ballade.

9. POLSKA FRÅN LARSSON

Instrumental.

10. ALBA

Ein deutsches getragenes Lied das sehr Streichinstrumentlastig ist.

11. YNIS AVALACH

Eingängige Melodie, die zum träumen einlädt.

12. ARCADIA

Schön gesungenes Lied.

13. THE MARKET SONG

Sehr schöne eingängige Melodie mit Gesang.

14. GOLDEN APPLES

Ein im Vergleich zu den anderen Lieder noch ruhigeres Lied, das am ende nochmals eine Entspannung verspricht.

 

Fazit:

Die Scheibe, welche bei Screaming Banshee Records und Alive erschienen ist, garantiert 72:12 Minuten erstklassigen Pagan-Folk der gemütlichen Sorte. Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann, da dies nicht zur Pressebemusterung gehört, aber ich bereits Abzüge gesehen habe ist alleine das Booklet den Kauf Wert! Auf jeden Fall ein Muss für alle Fans von Faun. Wer Faun noch nicht kennt, der wird hierbei voll auf den Geschmack kommen.

 

Wer Faun auch nochmal Live sehen will, der kann zur EDEN Tour kommen:

04.11. München – Freiheiz *
05.11. Erfurt – Gewerkschaftshaus *
06.11. NL- Utrecht – Tivoli *
07.11. Bochum – Matrix *
08.11. Nürnberg – Hirsch *
09.11. Dresden – Beatpol *
10.11. Berlin – Heimathafen Neukölln *
11.11. Hamburg – Gruenspan *
12.11. Magdeburg – Festung Mark *
13.11. Celle – CD-Kaserne *
25.11. Pratteln – Z 7
26.11. Memmingen – Kaminwerk
01.12. Aschaffenburg – Colossaal
02.12. Osnabrück – Rosenhof
03.12. Kaiserslautern – Kammgarn
04.12. Köln – Live Music Hall
15.12. Regensburg – Alte Mälzerei
16.12. Wien – Szene
17.12. Bad Reichenhall – Magazin
18.12. Stuttgart – LKA Longhorn

* = Support: Trobar de Morte (Spanien)

 

Promo Video:

 

 

 

Webseite: http://www.faune.de

 

Review: Fatzwerk – Mit Sack & Pack

Mai
12

Die Band Fatzwerk hat in letzter Zeit ein paar personelle Umbesetzungen gehabt, dies bedeutet der Dudelsackspieler Silas der Sittenstrolch ist zur Band „Zackenflanke“ gegengen und sie haben Severin von Hals verpflichtet. Dieser wird die Zuhörer in Zukunft an Bouzouki, Gitarre, Banjo, Harmonium begeistern. Im Zuge dieser Umbesetzungen haben sie auch gleich ein neues Werk auf den Markt gebracht. Mit ihrer CD „Mit Sack & Pack“ wollen sie an den Erfolg ihres ersten Albums „Sπlmannskunst“ anknüpfen. Ihren Sampler  Fatzereyyy kann man sich kostenlos bei Jamendo herunterladen (link siehe unten).

 

Auf ihrem neuen Album „Mit Sack & Pack“ haben sie sowohl ihre altbekannten Marktklänge, wie auch etwas ruhigere Balladen vereint. Gerade dieser Mix macht das neue Werk von Fatzwerk sehr hörenswert und lässt es für den Hörer nicht langweilig werden.

 

Titel:

01. Der Wolf und der Bär
Ein kräftiger Marktmusik Titel, wie man ihn von Fatzwerk gewohnt ist.

02. Oreidiger Siach
Solider Markttitel, der auf jedem Mittelaltermarkt zum mit klatschen und Kopf wippen anregt.

03. Follow me up to Davert
Ungewohnte Klänge von Fatzwerk mit Saiteninstrumenten und Gesang und vor allem ohne Sackpfeifen. Ihre Interpretation des irischen Folkliedes „Follow me up to Carlow“ ist kraftvoll und absolut hörenswert.

04. Maien Teil
So kennt man Fatzwerk! Imposante Klänge und eingängige Melodie!

05. Mettn de Maison
Ein schneller Marktmusiktitel.

06. Stella Plendens
Eine Ballade mit Flöten, Saiteninstrumenten und Gesang.

07. Fetzndeife
Eingängiger Marktmusiktitel.

08. Der Kasache
Hörenswertes Perkussionsstück, das sehr an die Klänge von Furunkulus erinnert.

09. Eris Sazun
Fatzwerks Interpretation der „Merseburger Zaubersprüche“. Hierbei handelt es sich um eine langsame gesungene Ballade.

10. Fatzereyyy
Der Titel, der so heißt, wie ihr Sampler, der auf Jamendo zum Download steht ist ein etwas langsameres Marktmusikstück.

11. Baamhackltanz
Knackige Marktmusik mit imposanter perkurssion.

12. Tourdion
Eine schöne Ballade zum Schluss rundet das Album ab, und verleiht noch einen positiven Eindruck von den Fähigkeiten von Fatzwerk.

 

Fazit: Ein hörenswertes Marktmusikalbum, das jeden Fan von Fatzwerk auf jeden Fall gefallen wird. Aber auch die Fans von Balladen werden nicht zu kurz kommen, und durch die Ergänzung eines Saiteninstrumentes war ein schritt hin zu mehr Vielfalt. Für jeden Mittelalterfolk begeisterten ist etwas dabei.

 

LINKS:

Offizielle Webseite von Fatzwerk

CD bestellen

Sampler Fatzereyyy auf Jamendo

Gernotshagen: „Weltenbrand – Die Banner hoch der Nacht entgegen“ Review

Mai
1

 

Nach schier endlos langer Zeit des Wartens ist es nun endlich da: Gernotshagens Nachfolgealbum für die fundamentale ‚Märe aus wäldernen Hallen‘ aus dem Jahr 2007. Der neue Silberling hört auf den Titel ‚Weltenbrand – Die Banner hoch der Nacht entgegen‘.

Klingt schonmal viel versprechend. Mit 9 Stücken und einer Laufzeit von knapp einer Stunde überschreiten die Thüringer zwar keine Grenzen halten sich aber merkbar  an den Grundsatz „Qualität statt Quantität“:

Das Album ist fett, sauber und aufwändig produziert. Es lässt sich selbst bei hoher Lautstärke noch sehr angenehm hören. Ich habe mich dazu entschlossen nicht akribisch auf jeden Song einzeln einzugehen, da würde ich nicht fertig werden mit Schreiben denn auf diesem Album gibt es einfach unglaublich viel zu entdecken und zu hören.

Hervorzuheben ist gleich zu Beginn Vokalist Askan welcher unter Garantie zu den wandelbarsten in der Szene gehört: Brachiale Growls welche direkt aus Hel zu stammen scheinen, schneidend aggressive Screams, zum Hinknien schöner Cleangesang, geheimnisvolles Flüstern…es ist fürwahr ein Ohrenschmaus diesem Mann zuzuhören.

Ruhige Parts die man mit geschlossenen Augen genießen sollte, aggressive Stellen die einen zum Abschädeln zwingen und hymnische Passagen die zum Mitsingen einladen gehen hier Hand in Hand einher und erzeugen eine unglaublich atmos(h)phärische Dichte wie ich sie seit „Sagas“ von den Genrekollegen Equilibrium nicht mehr erlebt habe. Und das will wahrlich etwas heißen.

Auch wenn ich nicht vorhatte auf jeden Song einzeln einzugehen, so habe ich trotzdem meine persönlichen Anspieltipps: Da haben wir zum einen das Eröffnungsstück ‚Offenbarung‘ welches einen mit melancholischen Akustikgitarren- und Flötenweisen, begleitet von ruhigem Geflüster, direkt zu Beginn in den Bann des Albums zieht. Ein flüssiger Übergang besteht dann zum Titeltrack ‚Weltenbrand‘. Der Song ist düster und atmosphärisch gehalten, die Stimme grollt einem wie Donner entgegen und spätestens beim zweiten Refrain kann man, selbst beim ersten Mal Hören, mitsingen. Die ‚Blinde Wut‘ ist mit knapp 4:00 Minuten eines der kürzeren Stücke des Albums aber dafür das eingängigste. Auch hier wird man direkt zum Mitsingen gezwungen. Der clean gesungene Pre-Chorus hängt mir seit Tagen in den Ohren. Zum Schluss möchte ich das letzte Stück nennen welches im Prinzip auch ein Titeltrack ist, ist es doch nach dem Untertitel des Albums benannt: ‚Die Banner Hoch der Nacht entgegen‘ baut auf einer wundervollen Piano-Spur auf und beendet dieses Album vollkommen ohne E-Gitarren und Härte sondern mit viel Gefühl, Herzblut und Leidenschaft.

FAZIT: Filigrane Gitarrenarbeit, präzise und koordinierte Drums, wunderschön arrangierte Keys, ein unerschöpflicher Sänger, unter dem Pagan-Mantel tiefgründige Texte, großartige Melodien…dies alles erzeugt einen gewaltigen Bombast der vor Epik und Gänsehautmomenten nur so strotzt und letztendlich in einem rundum genialen Pagan-Album resultiert welches ich hiermit jedem der nur ansatzweise einen Hang zu dieser Musik hat ans Herz lege.

Ich verabschiede mich, mit einem letzten kalten Schauer auf dem Rücken, mit einem Zitat:

‚So ziehen wir im Stillen gemeinsam durch das Leben, die Banner hoch der Nacht entgegen!‘

 

Ben ‚Loki‘ Möltner

 

Additive Informationen:

www.gernotshagen.de

www.trollzorn.de

TRACKLIST:

1. Offenbarung

2. Weltenbrand

3. Einsam

4. Blinde Wut

5. Thursenhain

6. Freyas Schoß

7. Sturmbringer

8. Schlachtenbruder

9. Die Banner hoch der Nacht entgegen

 

LINE-UP:

Askan – Vocals

Steffen Beck – Bass

Maik Pomplun – Lead Gitarre

Daimonicon – Rhythmus Gitarre

Sebastian Jung – Keyboard

Marcus Röll – Drums

 

DISKOGRAPHIE:

2001: Infinitus Malum (Demo CD)

2002: Wintermythen (Eigenproduktion)

2007: Märe aus wäldernen Hallen (Trollzorn Records)

2011: Weltenbrand – Die Banner hoch der Nacht entgegen (Trollzorn Records)

 

 

 

 

 

Ignis Fatuu „NEUE UFER“ Review

Mrz
26

Nach ihrem Album „Es  werde Licht“ veröffentlicht Ignis Fatuu nun ihr neues Album mit dem Namen „NEUE UFER“.

Es ist im Gegensatz zu Ihrem Erstlingswerk doch etwas professioneller geworden. Sie setzen ihren eigenen Stiel weiter durch und schaffen es mal wieder ein gutes Werk abzuliefern.

 

Lied1 Wolfszeit:

Wolfszeit ist wieder ein toller etwas langsamer Titel mit Melodiösem Klang und Mehrstimmigen Gesang im Refrain.

Lied2 Spiel des Lebens:

Eingängiges schnelles Lied bei dem der Refrain zum Mitsingen gerade zu einlädt.

Lied3 Scherenschnitte:

Langsames Düsteres Lied

Lied4 Mondnacht:

Melodiöses langsames Lied mit eingängigen Text und Sehr tollen instrumentalen Passagen.

Lied5 Wörterschmied:

Imposantes Lied mit einem marzialisch anmutenden Intro.

Lied6 Maskenball:

Markantes, kerniges Stück mit barock anmutenden instrumentaleinschüben.

Lied7 Neue Ufer:

Als Namensgeber für das neue Album ein absolutes mitgröhl Stück!

Lied8 Wenn nicht ich, wer dann:

Eine ruhige Ballade mit düsterem Text und melodiösem hintergrund.

Lied9 Wahre Schönheit:

Imposantes Lied mit schwingenden Text.

Lied10 Junger Krieger (Drachenreiter II):

Als Fortsetzung zu „Drachenreiter“ sollte man meinen, dass es wieder ein Lied ist, welches eine sich immer wiederholende und doch eingängige Aussage ist, doch ist dieses Lied schon fast zu Facettenreich als Fortsetzung zu „Drachenreiter“

Lied11 Abtraum:

Düsteres langsames Lied welches einen leicht Pychodelischen Hintergrund hat.

Lied12 Stille Wasser:

Imposantes Lied, welches mit verschiedenen Stimmen gesungenen Refrain glänzt

Lied13 Hochmut:

Absolut bestes Lied auf dieser CD mit einem Sehr eingängigen Text und Wahnsinn tollen Gesangspassagen die Ignis Fatuu einfach auszeichnen.

 

Im Trollzorn Shop gibt es die Extendet Version, das bedeutet: CD + Holzkiste + Autogrammkarte + Aufnäher

Es ist auf jeden Fall wert für jeden echten Fan, die Extendet version zu kaufen.

 

Als einzigstes „negatives“ an dieser CD ist die Verpackung zu sehen, denn dort Prankt eine Aufschrift: „DIE NEUE CD! FÜR FANS VON SCHANDMAUL SUBWAY TO SALLY IN EXTREMO“. Ignis Fatuu müssen ihren Licht unter den Scheffel stellen, und haben sich auf keinen fall hinter Schandmaul, Subway to Sally und In Extremo zu verstecken.

 

Fazit:

Nach Ihrer CD „Es werde Licht“  hat es Ignis Fatuu mal wieder geschafft ein tolles Album auf den Markt zu bringen. Ein muss für diejenigen, die auf guten Mittelaltermetal stehen.

 

 

 

 

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