Archive for März, 2013

Dark Easter Metal Meeting 2013 – Tickets an der Abendkasse

Mrz
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DEMM 2013 - Flyer - DIN LANG - RGB - 429px (neu)Ostern noch nichts vor? Dann ab ins Backstage nach München! Neben den von den Fans sowie der Fachpresse gefeierten ENSLAVED aus Norwegen, die im Rahmen ihrer „Spring Rite“-Welttournee unterwegs sind, werden dort am diesjährigen Ostersonntag die deutsche Dark-Metal-Band BETHLEHEM eine exklusive Show spielen, bei der der Schwerpunkt auf den ersten drei Alben der Bandgeschichte liegen wird und die von einer Videoprojektion mit verstörenden Bildern begleitet wird.

 

Außerdem geben sich die mächtigen DARK FORTRESS aus Landshut sowie die Publikumslieblinge HELRUNAR auf dem zweiten Dark Easter Metal Meeting die Ehre – beide Bands gehören schon längst zur nationalen Black-Metal Speerspitze! Abgerundet wird das „schwarz-bunte“ Programm von drei Bands aus dem – im weitesten Sinne – Münchner Umland, die sich in den vergangene Jahren alle bereits einen Namen in der Szene erspielt haben. So spielte die Rosenheimer Band WALDGEFLÜSTER bereits zahlreiche fulminante Shows, wie auf dem Ragnarök Festival 2012, als Support von Der Weg einer Freiheit oder von Hellsaw und die Münchner Band SYCRONOMICA durfte bereits die Mainstage des Summer Breeze Festivals 2007 eröffnen und ging mit Die Apokalyptischen Reiter oder Endstille auf Tour. Für das Dark Easter Metal Meeting 2013 plant die Band einen ganz besonderen Auftritt, schließlich feiert man das 10-jährige Bestehen – und wird aus diesem Anlass auch noch die neue MCD „Neverest“  im Gepäck haben! Auch die Tiroler ASPHAGOR haben Grund zu feiern! Die Band veröffentlich in den kommenden Tagen ihr zweites Album „Anti“. In der Vergangenheit spielte die Truppe bereits unzählige Auftritte diesseits und jenseits der Grenze, aber auch in Italien mit Bands wie Belphegor, Destruction, Eisregen, Frostmoon Eclipse, Hellsaw und Varg. WINTERFYLLETH aus Manchester, der Tour-Support von Enslaved, wird den Abend eröffnen. Tickets für das schwärzeste Osterfest Bayerns gibt es ab 15.30 Uhr an der Abendkasse. Beginn ist um 16 Uhr.

 

ZUR VERANSTALTUNG

CD Review: Huldre – Intet Menneskebarn

Mrz
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Huldre_FrontcoverWenn man Skandinavien hört, denkt man an ein weites naturbelassenes Land, starke Krieger, schöne Frauen, Ruhe und Abgeschiedenenheit und an mystische Orte und Geschichten. Man könnte jetzt behaupten, dass passt nicht zusammen mit unserer schnellen, elektronischen Zeit. Wie also sollte Folk mit E-Gitarren funktionieren?
Das Album „Intet Menneskebran“ der dänischen Formation „Huldre“ zeigt, dass es geht! Mit ihrem Debütalbum treffen sie einen Zeitgeist, die Verbindung aus ruhigen schönen Klängen, gepaart mit Einflüssen aus dem Black- und Deathmetalbereich.
Fiedel, Flöte, E-Gitarre und Bass ergeben eine teils ungewohnte, durchgehend aber spannende Mischung, wobei bei den meisten Liedern der Gesang von Nanna Braslev im Vordergrund steht. Ihre Stimme bietet eine wunderbare, ausdrucksstarke Verbindung zu der Musik.
Bei „Spillemand“, das ein reines instrumental Stück ist, merkt man allerdings wie gut sich alleine die Kombination der Instrumente ergänzt und wieviel Power dahinter steckt.
Der sehr ruhige Titel „Beirblakken“ mag zwar als Kontrast zu Liedern wie „Ulvevinter“ oder „Knoglekvad“ stehen, in der Gesamtheit erhält man aber ein stimmiges Album.
„Ulvedinter“ als erstes Stück der CD überzeugt durch eingänige folkige Klänge die auf Ende hin sehr in den Black-Metal-Bereich gehen und somit einmal das gesamte Spektrum der Band aufzeigen. Es ist sehr eingänig und damit ein gut gewählter Opener.
Stiltechnisch gesehen geht „Trold“ fast nahtlos zum Vorgänger über, was man als Malus sehen könnte, doch durch seine teilweise fast schon Speed-Metal-Parts hebt es sich ab.
„Skovpolska“ beweist dann, dass man ruhige Musik, die einen an Faun oder Omina erinnert, sogar mit Death-Metal-Teilen mischen kann. Faszinierend ist dabei vor allem, dass die Sängern beides stimmlich sehr gut packt.
Der nächste Titel „Brandridt“ ist stärker vom Black Metal beeinflusst, strahlt aber dadurch Kraft und Stärke aus. Die Musik ist hart, die Stimme sanft, eine tolle Mischung, die man immer wieder gerne hört.
„Gennem Marsken“ ist durch seine Leichtigkeit und Verspieltheit sehr eingängig und man kann kaum stehen bleiben. Die Folkanteile überwiegen, was es prinzipiell ruhiger erscheinen lässt, jedoch sicherlich nicht weniger stark wie andere Stücke.
„Vaageblus“ klingt düster, sowohl vom Gesang, wie auch von der Musik her. Selbst wenn man den Text nicht versteht spürt man eine gewisse Beklommenheit. Ein Lied, dass im Gegensatz zu seinem Vorgänger steht und vor allem durch viele Black-Metal-Anteile besticht.
Mit „Havgus“ kommt wieder diese Beschwingtheit ins Spiel, die schon bei „Gennem Marsken“ durchkam, allerdings diesmal mit härteren Riffs. Der Gesang klingt trotzdem noch düster und ist daher eine wundervolle Mischung der vorherigen beiden Songs.
Ungewohnt erscheint „Spillemand“, da es ein Instrumentalstück ist, bei dem man aber sehr schön auf das Zusammenspiel der Instrumente achten kann. Hier zeigen Bjarne Kristiansen (Bass), Laura Beck (Violine), Lasse Olufson (Gitarre), Jacob Lund (Schlagzeug) und Troels Nørgaard (Flöte und Leierkasten) was sie können und wie gut die Instrumente harmonieren.
„Beirlakken“ ist wieder ein sehr folkiger und fröhlicher Titel, bei dem man kaum stehen bleiben kann. Die Flöte steht dieses Mal sehr im Vordergrund und bringt eine ganz eigene Dynamik rein.
„Knoglekvad“ klingt ähnlich wie das Stück vorher, nur zeigt es durch härtere Gitarren wieder einmal, wie gut diese Kombinationen funktionieren. Ein Song bei dem man sich in den Pit stürzen möchte.
Das letzte Lied der CD ist „Skærsild“ welches wirkt, als würde eine epische Heldensage durch die Musik erzählt werden. Unterstrichen wird das Ganze durch den Gesang, der ruhig und doch kraftvoll ist.
Fazit: „Intet Menneskebran“ ist ein Album, dass erst nach mehrmaligen hören wirklich voll zur Geltung kommt, dann aber richtig. Es ist stimmig und frisch, da man Teile davon so bisher selten gehört hat. Auch ohne Dänisch zu können vermittelt es Stimmungen und Kraft, was eine gute Band auszeichnen sollte. Es ist ein gelungenes Debütalbum, welches Lust auf mehr macht und ich bin mir sicher, dass man noch öfter von Huldre hören wird.

Wolfszeit Festival 2012

Mrz
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flyer2012[1]Bereits das 6. Jahr in Folge fand das Wolfszeit Festival statt.
Die Anreise am Donnerstag gestaltete sich streckenweise etwas schwierig, vor allem, da die Security und Einweiser  ziemlich patzig und unfreundlich waren, aber spätestens  als der Ficken-Stand zur Party gerufen hat, war der Ärger auch verflogen
Als angenehmer Unterschied der Festival-Location Crispendorf fiel auf, dass Getränke~ und Essenspreise im Vergleich zu anderen Festivals sehr erschwinglich waren. Schnitzel mit Pommes und ähnliche Speisen konnten im Haus am Geländeeingang gegessen werden, in dem auch die After-Show Partys stattfanden. Weiterhin gab es einen Frühstücksverkauf in der Nähe der Duschen. Selbst auf dem Konzertgelände selbst waren die Preise günstig.
Einen würdigen Auftakt des Festivals lieferten am Freitag „Sintech“. Mit ihren düsteren Metalsound haben sie die richtige Stimmung reingebracht. Gerade die neuen Stücke aus dem  Album „Schlampenfeuer“ haben einfach mitgerissen.
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Einen wundervollen Übergang boten  „Agrypnie“, deren düsterer Sound, welcher jedoch etwas ruhiger als der von Sintech war, aber die Stimmung weiter oben gehalten haben.
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Wie wir nach „Agrypnie“ erfahren durften, litt der Sänger von „Menhir“ an einer Mandelentzündung, wodurch „Menhir“ leider nicht auftreten konnten. Dadurch wurde der Auftritt von „Dornenreich (Akustik)“ etwas verlängert. Als Entschädigung wurde eine Happy Hour an der Bar ausgerufen mit den tröstenden Worten, dass Menhir wahrscheinlich auf dem Wolfszeit 2013 auftreten werden.
„Dornenreich“  in ihrer Akustikformation begeisterten ihre Fans. Sie boten eine ungewöhnliche Mischung von klassischer Konzertgitarre mit Violine und Growling.
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Ab  21 Uhr gaben sich dann die Norweger „Vreid“ die Ehre und heizten den Leuten richtig ein. Harte Riffs, ein klasse Stimme und eine Show, bei der niemand stillstehen konnte.
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Nach einer etwas längeren Umbaupause enterten „Alestorm“ die Stage und ließen die Planken und brachten die Stimmung zum kochen. Stillstehen konnte da keiner mehr. – One more drink!
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Die letzte Band am Freitag „Helrunar“ war ein würdiger Ausklang. Die ruhigeren Klänge stimmten alle auf eine angenehme, wenn auch kalte Nacht ein
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Samstag begann es um kurz nach halb eins mit „Thorondir“. Die 2007 gegründete Pagan-Metal Band brachte gute Stimmung rein. Ein guter Sound, schnelle Riffs und eingehende Texte luden zum mitfeiern ein.
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Härter ging es dann mit „Wandar“ weiter. Der solide Black Metal, den sie spielten fügte sich gut in das Line up, bleibt zu hoffen auch künftig von den Jungs etwas zu hören.
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Mit etwas Verspätung traten „Darkestrah“ auf. Der Auftritt gehörte nicht zu meinen Favoriten, obwohl man ihnen einen Mangel an Ideen keinesfalls ankreiden kann, so  ist das Gesamtbild doch ausbaufähig.
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Am Nachmittag betrat die italienische Folk Metal Formation „Krampus“  die Bühne. Sie verstanden es gekonnt eine interessante Instrumentenauswahl mit schnellen Riffs und ruhigen Klängen zu einem mitrreissendem Klangerlebnis zu kombinieren.
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Ein bald nicht mehr Geheimtipp, von dem man sich dringend ein eigenes Bild machen sollte.
„Obscurity“ habe ich leider nicht wirklich mitbekommen, der Campingstuhl lud zum verweilen ein, zumal wie von Geisterhand ein Bier in den Dosenhalter gewandert ist ^^
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Der Auftakt zum letzten Abend mit „Arkona“ hätte nicht besser gewählt werden können. Die russische Pagan Metal Band luden zu einem hitzigem Klangfanal ein, angeführt von Mashas guter Laune geriet die Menge ins toben und mobilisierte letzte Energien. Selten hat man eine Frau gehört, die so gut Growlen kann.
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Stimmig war auch der Anschluss durch „Riger“. Die Jungs aus Frankfurt(Oder) kochten die Atmosphäre mit ihren klaren Texten und sauberen Riffs nochmal richtig gut auf.
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„Debauchery“ fielen soundtechnisch etwas aus dem Rahmen und auch sonst waren wir besseres von ihnen gewöhnt. Die sonst ausgelassene Stimmung wollte nicht aufkommen.
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Als Atempause für den Pit, doch keinesfalls fürs Ohr folgten „Dornenreich“ mit ihrer Rockshow. Nach einer so energiegeladenen Band wie „Debauchery“ war diese Musik fast ein bisschen zu ruhig, begeisterte die Fans jedoch ausnahmslos.
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Eine fantastische Show lieferten „Ensiferum“ ab. Nachdem die Stimmung bei „Dornenreich“ doch eher gedrückt wirkte standen sie im krassen Gegensatz. Sie brachten die Leute wieder auf Touren und so kam die Party von neuem in Gange.
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Zuletzt gaben sich „Nocte Obducta“ die Ehre. Teilweise obscure Texte gemischt mit einem spitzen Sound, was will man da mehr? Sie waren ein gelungener Abschluss des Festivals und rundeten das Programm ab.
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Am Ende möchte ich noch erwähnen, dass das Wolfszeit Festival 2012 mit 1900 Besuchern das erste Mal ausverkauft war und das Team des Pagen Magazins gratuliert und hofft, dass es die nächsten Jahre weiterhin so gut läuft!
Fazit:
Das Wolfszeit ist ein sehr familiäres Festival, das durch eine einzigartige und wundervolle Location und ein, immer wieder, ausgewogenes, spitzenmäßiges Line up überzeugt. Für jeden, der von sich behauptet Pagan Metal zu mögen, sollte der Besuch des Wolfszeit Pflicht sein, denn trotz unfreundlicher Security und etwas kühlem Wetter ist es ein Wochenende feiern unter Pagan-Metallern!

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